Bad Cannstatt ist ein traditionsreicher Bezirk mit weit zurückreichender Besiedlung, woran auch der erst kürzlich sanierte historische Altstadtkern erinnert. Überregional bedeutende Veranstaltungen aus den Bereichen Sport, Kultur und Brauchtum erhöhen den Reiz des Bezirks. Auf dem Areal des Burgholzhofes ist das ehemalige militärisch genutzte Gelände der Robinson-Barracks in landschaftlich bevorzugter, aber dennoch stadtnaher Umgebung, das größte Umnutzungsprojekt des Bezirkes. Hier entstanden insgesamt rund 1.000 Wohneinheiten in 50 Gebäuden als Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen. Die Aussichtslage auf einem Stuttgarter Höhenrücken erhöht den Wohnwert der überwiegend vier- bis sechsstöckigen Häuser. Im Norden von Bad Cannstatt, im Hallschlag, erfolgt derzeit eine weitere Umnutzung sowie daran gekoppelt ein Neubauvorhaben. Auf dem Gelände der Reiterkaserne, einer um die Jahrhundertwende gebauten Dragonerkaserne, sollen 230 Wohnungen neu und 110 Wohnungen in denkmalgeschützten Bauten entstehen. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen um die Naststraße und den Straßenzug Am Römerkastell versetzen diesen Bereich des Stadtteils in eine Aufbruchstimmung. Südlich der Winterbacher Straße bis zur Rommelshauser Straße befinden sich die besten Wohnlagen des Bezirks. Hier stehen auf großen Grundstücken exklusive und gepflegte Villen der letzten Jahrzehnte, aber auch Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser in verkehrsabgewandter und naturnaher Umgebung.
Dieser Bezirk setzt sich nur aus zwei Stadtteilen zusammen, Birkach und Schönberg. Beide zeigen ländlich-ruhige Atmosphäre weitab großer Verkehrsachsen. Während Birkach auch alte Dorfbebauung zeigt, sieht man in Schönberg überwiegend Neubauten der letzten Jahrzehnte. In diesem Bezirk lässt es sich gut mit Kindern wohnen. Zwischen Wiesen und Wäldern gelegen, am Nordrand des Weidachbachs, strahlt der Stadtteil Schönberg idyllische Ruhe aus. Die hiesigen Häuser stammen überwiegend aus den letzten 30 Jahren, man sieht zudem zahlreiche Neubauten der 90er Jahre. In der Hauptsache liegen hier Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen. Die in Hanglage haben neben dem schönen Ausblick auch noch den Vorteil der Südausrichtung. Hier findet man Bauten in guter und eingestreut sogar einige in sehr guter Ausstattung und Lage. Das ehemalige Bauerndörfchen Birkach, das erst 1942 eingemeindet wurde, zeigt auch heute noch dörfliche Beschaulichkeit. Entlang der Aulendorfer Straße im nördlichen Teil von Birkach dominieren dreistöckige Siedlungshäuser in Staffelbauweise, die ins Grün des Asemwaldes eingebettet sind. Auf der Welfenstraße liegen mehrere drei- bis vierstöckige Flachdach-Zeilenbauten. Im Viertel um den Friedhof herum befinden sich in ruhiger Lage Einfamilien-Reihenhäuser und Doppelhäuser mit Gärten und Garagen in sehr grüner Umgebung. Ein Teil der älteren Häuser wurde durch Modernisierungsmaßnahmen, aufgewertet.
Dieser Bezirk liegt wie eine kleine Insel in einem Meer aus Wald, nur durch zwei Straßen mit den umliegenden Siedlungsflächen der Nachbarbezirke verbunden ? mehr Grün kann ein städtisches Quartier nicht mehr bieten! Der hohe Freizeitwert wird noch unterstrichen durch einen nahegelegenen Wildpark. Insgesamt prägen kleine, enge Bergstraßen, die häufig als Sackgassen enden und in denen Drei- bis Vierfamilienhäuser mit Satteldächern stehen, das Bild Botnangs. Daneben gibt es einige, z.T. ausgedehnte Eigentumswohnanlagen, deren Balkone einen Panoramablick auf den Bezirk ermöglichen. Auf der Balaustraße liegt ein sehr großer Komplex mit Terrassenwohnungen in hochgeschossiger Staffelbauweise. Entlang der Leharstraße/Offenbachstraße/Furtwänglerstraße liegen ebenfalls hochgeschossige, ausladende Wohnanlagen (mittlere Wohnlage). Auf der Paul-Lincke-Straße/Furtwänglerstraße sieht man hochgeschossigen Terrassenwohnungsbau. Entlang der Eltinger Straße sind noch Teile der alten dörflichen Bebauung erhalten, z.T. mit Fachwerk. 1902 bis 1904 entstand an der heutigen Beethovenstraße die Siedlung Westheim. Hier sind noch zahlreiche Fachwerk-Etagenhäuser im Schweitzer Stil zu finden, überwiegend mit Klinker und kunstvollen hölzernen Balkon- oder Dachvorbauten. Im Bereich der Vaihinger Landstraße Ecke Claire-Waldorff-Weg liegen 87 in mehrstöckigen Staffelbauten erst kürzlich errichtete moderne Eigentumswohnungen mit Dachterrassen und Gartenwohnungen. Von hier aus hat man einen prächtigen Blick ins Tal.
Zu diesem Bezirk gehören die Stadtteile Degerloch und Hoffeld. Degerloch ist einerseits ein pulsierender Stadtteil mit lebendigen Einkaufsstraßen und wird andererseits von schönen städtisch geprägten Wohnlagen dominiert. Hoffeld dagegen hat eine ruhig-beschauliche Atmosphäre. Ab der Karl-Pfaff-Straße in östlicher Richtung beginnen die sehr guten Wohnlagen im Stadtteil Degerloch. Hier findet man noch schöne renovierte Fachwerkbauten und Jugendstil-Etagenhäuser sowie gut erhaltene vierstöckige Stadthäuser aus den 20er und 30er Jahren. Türmchen, Erker, Fassadenschmuck verschiedenster Prägung, farblich abgesetzte Lamellen-Fensterläden aus Holz und Backstein-Schmuckeinsätze sowie säulenartig eingefasste Balkone erhöhen den Reiz dieser sehr schönen, von städtischer Bauweise geprägten Straßenzüge. Ein durchweg begrüntes Umfeld und die waldrandnahe Lage machen das Wohnen hier zum Genuss! Die in letzter Zeit zunehmenden Renovierungsmaßnahmen unterstreichen die Schönheit der Bausubstanz. Entlang der Reutlinger Straße dominieren frei stehende Mehrfamilienhäuser mit Gärten. Im Stadtteil Hoffeld liegen Doppelhäuser mit kleinen Gärten in meist guter Ausstattung. Im Süden des Stadtteils, auf der Nauener Straße, befinden sich dreistöckige Flachdach-Staffelhäuser in mittlerer Ausstattung.
Feuerbach wird an drei Seiten von großen Wald- und Grünflächen eingerahmt. Die Wohngebiete teilen sich in Hanglagen und Tallagen auf, wobei die höheren Standorte neben stadtklimatischen Vorteilen auch noch schöne Aussichtslagen genießen. Die Hanglagen, die zum Höhenpark des Killesbergs hinaufführen, gehören zum Besten, was dieser Bezirk zu bieten hat. Hier findet man überwiegend Mehrfamilienhäuser, z.B. auf der Burgherrenstraße, die mit herrlich gelegenen Terrassen oder Balkonen eine Panoramasicht auf Feuerbach genießen. Die meisten Gebäude wurden seit dem Kriegsende errichtet. Ab der Heidestraße/Lenbachstraße beginnen in Richtung Höhe die guten Wohnstandorte. Entlang des Leiblwegs stehen Einfamilien-Reihenhäuser, aber auch ? wie überall in Feuerbach ? Mehrfamilienhäuser, deren Ausblick auf die Stadt begeistern kann! In Tallage, östlich der Feuerbacher Talstraße, liegen im Bereich um die Kirche herum noch schöne alte Bauten von Anfang des 20. Jahrhunderts in verdichteter Etagenbauweise und einigen schönen Fassaden, z.T. mit Fachwerkeinsat. Südlich der Oswald-Hesse-Straße in den zum Berg hin ansteigenden Straßen findet man ? z.B. entlang der Fahrionstraße ? in Anschluss an die hiesigen Mehrfamilienhäuser sehr stark verdichtete Hinterhofbereiche, die zum Nachbarhaus nur wenige Meter Freiraum bieten. Alt- und Nachkriegsbauten sowie neuere Häuser liegen bunt zusammengewürfelt nebeneinander.
Insgesamt bietet dieser Bezirk eine angenehm dörfliche Atmosphäre. Der Stadtteil Hedelfingen liegt am Westufer des Neckars, direkt gegenüber den Hafenanlagen der Ostseite, die auch zum Bezirk gehören. Rohracker und Lederberg haben keine Verbindung zum Fluss. In allen drei Stadtteilen stellt das Mehrfamilienhaus die dominierende Bauform dar Die alten, verwinkelten und oftmals kopfsteingepflasterten Sträßchen, die Fachwerk-Backsteinbauten und die ein- bis zweieinhalb Stockwerke hohen Häuser, die meist blumengeschmückte Fassaden haben, geben dem ehemaligen Dörfchen Hedelfingen ein sehr beschauliches Flair. Überwiegend Mehrfamilienhäuser prägen das Bild der Rohracker Straße, die in den Stadtteil Rohracker führt. Hier, im alten Ortskern, sieht man teilweise prächtige Fachwerkbauten und auch noch erhaltene Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert. Der dörfliche Charakter tritt in diesem Ortsteil noch stärker in den Vordergrund als in Hedelfingen. Man trifft aber neben den verbreiteten zweistöckigen Satteldachhäusern vereinzelt auch auf vierstöckige Mehrfamilienhäuser der 70er und 80er Jahre. Hier wohnen viele Familien mit Kindern. Der Stadtteil Lederberg bietet seinen Bewohnern sehr gute Wohnqualität: In Höhenlage genießt man hier neben der schönen Aussicht auch eine deutlich bessere Luft als in der Talsohle. Die Häuser sind überwiegend drei- bis vierstöckig und wurden in den 80er und 90er Jahren erbaut; im Durchschnitt beherbergen sie drei bis vier Familien und bieten eine sehr gute Ausstattung. Es gibt aber auch vereinzelt Einfamilienhäuser, die eingestreut in das Siedlungsbild sind.
Das Herzstück Stuttgarts lockt mit zwei Schlössern, einem Schlossgarten mit zwei Seen, der historischen Altstadt und einer attraktiven Fußgängerzone. Hier befinden sich auch noch ein Teil der Universität und der Stadtgarten. Durch den geplanten Umbau des Bahnhofsgeländes wird in den nächsten Jahren auch hier neue Bewegung auf dem Wohnungsmarkt ins Spiel kommen Entlang des Nesenbachs wurden etwa ab Anfang des 17. Jahrhunderts Handwerker angesiedelt, wovon heute noch Straßennamen wie Färberstrase oder Gerberstrase zeugen. Das so genannte Gerberviertel im südlichen Teil des Bezirkes wurde Ende der 80er Jahre saniert; entlang des heute durch einen Fußgängerweg markierten, unterirdisch verlaufenden Nesenbachs entstand eine moderne Wohnbebauung mit vier- bis fünfgeschossigen hellen Häusern. Die Friedrichsvorstadt entstand ab 1811 als Wohngegend der bürgerlichen Oberschicht. Heute prägt das Universitätsgelände mit dem Stadtgarten das Bild des Viertels, hier wird kaum noch gewohnt, es dominieren Bürogebäude. Und da, wo es doch noch einige Wohngebäude gibt, z.B. auf der Kronenstraße, sind diese ausnahmslos nach dem Krieg entstanden. Von der ehemaligen Bebauung einer reichen Oberschicht ist so gut wie nichts mehr übrig geblieben. Das Bohnenviertel ist das älteste Viertel der Stadt, das außerhalb der Stadtmauern entstanden ist. Hier wurden im 14. Jahrhundert Handwerker und Weingärtner angesiedelt. Charakteristisch für das Viertel waren die Nutzgärten hinter den Häusern. Gemüse findet man heute nur noch selten, dafür aber begrünte Hinterhofbereiche, häufig mit Kinderspielplätzen.
Dieser Bezirk präsentiert große Unterschiede auf relativ kleinem Raum: Von den einfachen Standorten des Fasanenhofs mit hochgeschossigem Siedlungsbau der 70er Jahre bis zu den sehr guten Lagen im südöstlichen Bereich des Stadtteils Möhringen ist hier für jeden Geschmack etwas vorhanden Im Südosten von Möhringen, entlang der Salzäckerstraße, liegen Ein- bis Zweifamilienhäuser mit Flachdach in verschachteltem Pueblo-Baustil in sehr guter Lage mit freiem Blick ins Körschtal. Im Anschluss nach Norden, auf der Widmaierstraße, folgt hochgeschossiger Wohnungsbau mit neun- bis 13-stöckigen Blockhäusern und etwas niedrigeren Zeilen-Staffelbauten. Im Ortskern von Möhringen, um die Sigmaringer Straße, liegen drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhäuser, z.T. aus den 90er Jahren, neben der alten Bausubstanz, die teilweise noch Fachwerk bietet. Der Siedlungsbauten im Fasanenhof stammen aus den 70er Jahren. Hier findet man mehrgeschossige Satteldachbauten in Zeilenkonstruktion, hochgeschossige Scheibenhäuser und Punkthochhäuser mit über zehn Stockwerken in einfacher Wohnlage. Im Stadtteil Sonnenberg liegen entlang des Straßenzuges Sonnenbühl in verkehrsberuhigter Umgebung schöne alte Villen, Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen im Bungalowstil sowie Zweifamilienhäuser mit sonnenausgerichteten Balkonen in sehr guter Lage. Schöne Gärten und bei entsprechender Ausrichtung zum Hang ein wunderbarer Blick nach Süden in Richtung Haldenwald krönen das Ganze.
Dieser Bezirk wird vom Neckar in zwei Teile geteilt: einen nördlichen mit den Stadtteilen Mühlhausen, Mönchfeld und Freiberg und einen südlichen mit Hofen und Neugereut. Dazwischen liegen ein großer See, Spiel- und Liegewiesen. Hier sind alle Bauformen vom Doppelhaus bis zum Punkthochhaus vertreten Im Stadtteil Hofen liegen Doppelhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser verstreut in durchgrünter Umgebung; die Ziegeldäcker heben sich von den hochgeschossigen Bauten der Neugereut-Siedlung ab. Die Siedlung Neugereut aus den 60er Jahren wird von hochgeschossigem Wohnungsbau in Staffelbauweise, meist mit mehr als zehn Stockwerken, geprägt. Die Wohnstadt Freiberg wurde zwischen 1962 und 1967 als verdichtetes Wohngebiet im Stadtkreis errichtet. Neben dem Scheibenhochhaus als vorherrschendem Bautyp lassen sich auch kleinteiligere, zwei- bis viergeschossige Objekte finden. Allen gemeinsam ist die Südwest-Orientierung, die die markante Aussichtslage auf dem Neckarkamm ausnutzt. Im benachbarten Mönchfeld herrscht drei- bis viergeschossige Mehrfamilienhaus-Bebauung vor. Großzügig eingeplante Grüngürtel lockern die Siedlungsfläche auf. Einige wenige Reihenhäuser sind in den Randbereichen zu finden. In Mühlhausen setzt sich die Wohnbebauung aus Zwei- bis Vierfamilienhäuser der 70er bis 90er Jahre zusammen, man sieht auch noch etwas Fachwerk und hier und da auch wenige Bauten aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.
Dieser kleine Bezirk liegt auf seiner gesamten Länge am Westufer des Neckars. Im Osten liegt die Siedlungsfläche, im Westen eine ebenso große unbebaute Fläche um die Brunnenäcker herum und nördlich des Schnarrenbergs. Der Wohnungsneubau spielt hier so gut wie keine Rolle, dafür laufen hier aber interessante Sanierungsmaßnahmen, die den Wohnwert deutlich erhöhen. Münster stellt innerhalb des Stadtgebietes einen besonderen Rekord auf: 1997 wurde hier lediglich eine einzige Wohnung erstellt - damit wird deutlich, dass die Neubautätigkeit hier praktisch keine Rolle spielt. Dafür zeigt sich eine regere Tätigkeit bei Sanierungsmaßnahmen. Die hier überwiegend zwei- bis vierstöckigen Mehrfamilienhäuser stammen zum großen Teil aus der Nachkriegszeit und haben einen entsprechenden Sanierungsbedarf. Da, wo Renovierungsmaßnahmen für eine Komfortsteigerung durch Austausch der Kohleöfen und Fenstererneuerung gesorgt haben, stieg auch die Wohnqualität deutlich. Ein ansprechendes Beispiel hierfür ist die Moselstraße: Die hiesigen Siedlungshäuser wurden renoviert, mit neuen Fenstern und zusätzlichen schmucken Lamellen-Fensterläden versehen und durch neu angebrachte Balkonen aufgewertet. Eine farblich geschmackvolle Fassadengestaltung setzt das ?I-Tüpfelchen? auf dieses insgesamt gelungene Sanierungsprojekt. Insgesamt dominieren in Münster die Mehrfamilienhäuser: Ob nun frei stehend, dicht an dicht gebaut oder als Staffel-Reihenhäuser, ob nun aus den Vor- oder Nachkriegsjahren, überall begegnen dem Betrachter zwei- bis viergeschossige Bauten, die zunehmend Modernisierungsmaßnahmen erfahren
Ausgebaute Grünflächen der 1993 hier ausgetragenen Internationalen Gartenbauausstellung auf dem Killesberg und prächtige Wohnstandorte auf dem Kriegsberg prägen das Bild dieses Bezirkes. Aber der bedeutendste Faktor ist der Wandel, der Stuttgart-Nord in den nächsten Jahren erfassen wird: Die Messe wird den Killesberg verlassen und Platz schaffen für neuen Wohnraum. Und das Großprojekt "Stuttgart 21? wird für positive Bewegung in den weniger ansprechenden Teilen des Bezirkes sorgen. Die geradezu legendäre und architektonisch richtungsweisende Weißenhof-Siedlung östlich des Killesberg-Parks stammt aus den späten 20er Jahren. Die ein- bis zweistöckigen Bauten haben klare, kubische Formen mit Flachdächern, großen Balkonen und Eckterrassen. Die terrassierte Anordnung ermöglicht es auch den Bewohnern in den hinteren Bauten, einen eindrucksvollen Blick ins Tal zu werfen. Die Häuser sind zur Sonnenseite hin ausgerichtet. An der Sarweystraße zwischen Pragstraße und S-Bahn-Linie entstand anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung 1993 das Projekt "Wohnen 2000?. Hier wurden 13 ungewöhnliche und ansprechende Wohnbauten errichtet, jeweils in "Drei-Häuser-Zeilen? mit sehr hellen Wohnungen. Auf dem Kriegsberg findet man prächtige Jugendstilvillen, umringt von Grün, in ruhiger, schattiger Umgebung. Dazwischen ? z.B. im Edelsteinviertel um die Smaragdstraße ? sieht man viele Mehrfamilienhäuser in renovierter oder moderner Baustruktur. Auf dem Killesberg stehen Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser auf großen Grundstücken mit Gärten, z. Z. prächtigen modernen Wintergärten. Für eine ruhige Lage sorgen zahlreiche Verkehrsberuhigungsmaßnahmen. Zusätzliche Pluspunkte sind die Nähe zum Höhenpark Killesberg und der ausnehmend schöne Blick ins Tal, den die talwärts ausgerichteten Häuser genießen.
Dieser Bezirk im äußersten Osten des Stadtgebietes liegt im östlichen Anschluss an den Neckarhafen. Hier findet man eine angenehme Vielfalt an Wohnlagen, die für jeden Geschmack etwas bietet: wunderschöne Aussichtslagen im Stadtteil Rotenberg, dörfliche Idylle im alten Weinbauörtchen Uhlbach und belebtere Standorte in Obertürkheim. Der Stadtteil Rotenberg bietet phantastische Panoramalagen mit Blick auf das gesamte nördliche Stadtgebiet und bietet mit seinen schmalen Straßen und verwinkelten Gassen eine idyllisch-dörfliche Atmosphäre. Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser mit Satteldach, manchmal in Klinkerbauweise und manchmal auch mit eingestreutem Fachwerk, dominieren das Gesamtgefüge. Die allgegenwärtigen Lamellen-Holzfensterläden sind oftmals farblich von der Fassade abgesetzt und setzen fröhliche Akzente. Auf dem Straßenzug Rotenberger Steige in Rotenberg entstehen derzeit 22 Eigentumswohnungen in vier Häusern. Das alte Weinbauörtchen Uhlbach liegt zu Füßen von Rotenberg, eingebettet zwischen Reben. Eine schmucke Dorfkirche, einige schöne alte Fachwerkhäuser und wenige Dorfhäuser erinnern an das Bild, das sich bot, bevor seit den 70er Jahren hier Mehrfamilienhäuser entstanden. Diese fügen sich jedoch harmonisch in das dörfliche Idyll ein. Uhlbach ist ein insgesamt schöner Wohnstandort. Im Nordosten von Obertürkheim entlang der Asangstraße sieht man neben gepflegten Doppel- und Mehrfamilienhäusern auch schöne Einfamilienhäuser und kleinere Villen auf größeren Gartengrundstücken.
Dieser drittgrößte Bezirk der Stadt vereint Gegensätze: Das 1901 eingemeindete Gaisburg mit seinen gewachsenen Strukturen und den guten Wohnlagenund das innenstadtnahe, dicht bebaute Stöckach mit einfacher Wohnqualität. Stuttgart-Ost soll als erster Innenstadtbezirk in Kürze ein eigenes Bürgerservice-Zentrum in Ostheim bekommen. Im Stadtteil Gaisburg liegen Vor-, Zwischen- und Nachkriegsbauten in verdichteter Lage bunt zusammengewürfelt beieinander. Um den Friedhof, z.B. entlang der Hornbergstrase oder des Krauchenwegs, befinden sich die besseren Wohnlagen des Bezirks. Hier findet man frei stehende Jugendstilvillen mit Erkern und Türmchen neben ebenfalls frei stehenden Mehrfamilienhäuser der 50er bis 70er Jahre. Die in Hanglage befindlichen Häuser bieten ? vor allem auf der Hornbergstrase mit freier Aussicht ? einen Panoramablick ins Tal. Wunderschöne Stadtvillen aus dem Anfang des Jahrhunderts und Mehrfamilienhäuser neueren Datums schmiegen sich im Stadtteil Gablenberg an den Berghang. Üppiges Grün und die allgegenwärtigen Treppenanlagen, die so genannten "Stäffele?, zaubern hier eine unnachahmlich charmante Atmosphäre. Die frei stehenden Gebäude stehen dicht beieinander, Zwischenräume bilden begrünte Hinterhöfe oder kleine Gärten. Der derzeit nicht allzu attraktive Stöckach soll im Zusammenhang mit dem Projekt "Stuttgart 21? eine Wohnumfeldverbesserung erfahren. Die starke Versiegelung der Bodenflächen soll durch Bepflanzungsmaßnahmen mit Baumreihen, z.B. entlang der Heilmannstraße, rückgängig gemacht werden. Auch Hof- und Dachbegrünungen sind vorgesehen.
Hier ist Beschaulichkeit noch kein Fremdwort: Der alte Dorfkern von Plieningen um die Martinskirche herum strahlt mit seinen alten Fachwerkhäusern heute noch viel dörfliche Ruhe aus. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der Bezirksflächen noch landwirtschaftlich genutzt werden. Die Universität in Hohenheim sorgt für belebende Impulse In Plieningen befinden sich im kleinen Viertel zwischen Filderstraße und Scharnhauser Straße Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen in ruhiger und grüner Umgebung. In den ein- bis zweistöckigen Bauten wohnen viele Familien mit jüngeren Kindern. Die verkehrsberuhigten kleinen Straßen außerhalb der Durchfahrtswege sind kinderfreundlich und werden auch vielfach als Spielstraßen von den jüngeren Bewohnern genutzt. Auf den Fildern in der Nähe von Plieningen sind eine neue Messe sowie ? im Rahmen des Projektes ?Stuttgart 21? ? eine (vorwiegend unterirdisch geführte) ICE-Trasse vorgesehen. Ein Neubaugebiet an der Scharnhauser Straße stellt auf 0,8 Hektar Gelände seit 1999 Wohnungen zur Verfügung und ein weiteres Neubaugebiet ist im Bereich der Schießhausäcker geplant. Das Neubaugebiet Chausseefeld, das zwischen 1993 und 1998 im westlichen Anschluss an das Siedlungsgebiet von Steckfeld entstanden ist, bietet insgesamt 486 Wohneinheiten, 47 davon als Studentenwohnungen.
Hier kann man noch abseits urbaner Geschäftigkeit in Ruhe wohnen und die gute Luft genießen. Und mit etwas Glück erwischt man eine der begehrten Hanglagen mit Panoramablick ins Tal oder eines der idyllisch gelegenen Einfamilienhäuser mit großem Garten in Sillenbuch. Südwestlich der Kirchheimer Straße im Stadtteil Sillenbuch liegen die besten Wohnstandorte des Bezirks. Ein- und Mehrfamilienhäuser, die als Eigentumswohnungen genutzt werden, liegen in ruhiger und grüner Umgebung zwischen Spitalswald und Eichenhain. Große Gärten mit altem Baumbestand und eine abwechslungsreiche Architektur machen das Wohnen hier zum Genuss. Die hiesige Wohnqualität ist sehr gut. Entlang der Bockelstraße im Stadtteil Heumaden erfolgt derzeit im Projekt Bockelstraße/Bildäckerstraße eine Modernisierung und Nachverdichtung der bereits bestehenden vierstöckigen Zeilenbauten. Die Mehrfamilienhäuser sind mit Balkonen ausgestattet und liegen auf einem durch Baumbepflanzung aufgelockerten Grünareal. Im Süden von Heumaden befindet sich um den Isegrimweg herum hochgeschossiger Wohnungsbau der 70er Jahre. Ost-Riedenberg wird durch viergeschossigen Mehrfamilien-Zeilenbau der 80er und 90er Jahre gekennzeichnet.
Dieser Bezirk liegt im äußersten Norden der Stadt und ist durch seine Justizvollzugsanstalt bekannt geworden. Aber Stammheim hat viel mehr zu bieten: Schöne, abwechslungsreiche Mehrfamilienhäuser, Eigentumswohnungen mit riesigen Balkonen und moderner Architektur der letzten zehn Jahre liegen im Süden des Bezirks. Im Norden findet man Neubaugebiete der 90er Jahre. Und in der Ortsmitte lässt sich noch die alte dörfliche Struktur erkennen. Im südlichen Teil von Stammheim, rechts und links von der Korntaler Straße, liegen Mehrfamilienhäuser mit Satteldächern, Balkonen und häufig überdachtem Wohneingangsbereich, z.T. frei stehend, z.T. als Staffel-Reihenhäuser. Die Fassaden sind durch Holzeinsatz, Erker oder Balkoneinfassungen, die an Säulen erinnern, voneinander abgesetzt. Die Umgebung ist üppig begrünt - hier wohnen bevorzugt Familien mit Kindern. Auf dem Marco-Polo-Weg befinden sich einige gute Wohnlagen in Mehrfamilienhäusern neueren Datums mit Eigentumswohnungen, deren großzügige, terrassenartige Balkone, ungewöhnliche, ansprechende Architektur und teilweise imposant wirkende Treppenaufstiege wirklich überzeugen können! Entlang der Freihofstraße sieht man noch alte dörfliche Bebauung mit ein bis zwei Geschossen und Satteldach dicht an dicht stehen. Im Norden, in direkter Nachbarschaft zur Justizvollzugsanstalt, entstanden um den Geisinger Weg in den letzten Jahren Ein- und Mehrfamilien-Reihenhäuser, letztere mit drei bis vier Geschossen.
Im Osten und Westen wird dieser Bezirk von Wald begrenzt, im Norden von der Innenstadt. Insgesamt bietet Stuttgart-Süd ein Bild hochverdichteter, drei- bis vierstöckiger Mehrfamilienhaus-Bebauung. Hier sind noch viele Altbauten erhalten, aber nicht alle sind in gutem Zustand. Die Hanglagen bieten höheren Wohnkomfort und z.T. gute Aussichten ins Tal. Bis 1906 entstanden um das Gebiet der Adlerstraße/Möhringer Straße Arbeiterwohnungen im sozialen Wohnungsbau, um dem starken Wohnraummangel in der Altstadt zu begegnen. Ein Teil der Bauten ist heute renoviert, dazwischen befinden sich aber auch noch alte Bauten in unsaniertem Zustand und einfacher Wohnqualität. Die Baulücken, die der Krieg gerissen hat, wurden durch Nachkriegsbauten aufgefüllt, so dass das heutige Straßenbild eine starke Verdichtung aufzeigt. Da die später hinzugefügten Bauten nicht die gleiche Raumhöhe wie die dreistöckigen Altbauten erreichten, bieten sie bei gleicher Haushöhe vier Stockwerke. Entlang der Schickhardtstraße liegen einige Prachtexemplare Stuttgarter Jugendstilvillen, z.T. mit Fachwerk-Dachgeschoss, z.T. mit imponierenden Fassadenskulpturen. Der Straßentunnel zur Schwabstraße nach Stuttgart-West zeugt ebenfalls von einer glanzvollen Vergangenheit. Die besten Wohnlagen des Bezirks befinden sich entlang der Berghänge im Norden und Westen. Den Blick, den die Altbauten aus den ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts sowie die neueren Mehrfamilienhäuser auf die Tallagen erlauben, ist alleine schon bemerkenswert. Dazu kommt noch die gute Luft und die sonnenseitige Ausrichtung nach Süden oder Südosten.
Das bereits 1905 eingemeindete Untertürkheim gehört zu den ältesten Bezirken der Stadt. Es liegt am Ostufer des Neckars und wird von den Mercedes-Benz-Werken westlich der S-Bahn-Gleise dominiert. Im Norden des Bezirks liegt die Gartenstadt-Siedlung Luginsland mit Blick auf den Goldberg und den Württemberg. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg entstand die Siedlung Luginsland, die von der Gartenstadtidee beeinflusst wurde. Hier stehen Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser in ruhiger und grüner Umgebung. Die Gärten weisen alten Obstbaumbestand auf, die Nachbarschaft in den überwiegend zweistöckigen Häusern ist gut und gepflegte Vorgärten unterstreichen das Bild eines familiendominierten Wohnumfelds. Die meisten Bauten befinden sich in gut renoviertem Zustand. Im Stadtteil Untertürkheim findet man alle Baustile vom alten Fachwerkhaus aus dem letzten Jahrhundert über ein- bis zweistöckige Dorfhausbebauung der Vor- und Nachkriegszeit bis zum Mehrfamilienhaus aus den 70er Jahren. Frei stehende Jugendstilvillen, moderne Etagenhäuser und Neubauten aus den späten 90er Jahren vervollständigen das Bild eines bunt zusammengesetzten Stadtteils. Am Anfang der Fellbacher Straße entstand in den letzten Jahren ein zweistöckiger Neubaukomplex mit Satteldächern, der Eigentumswohnungen beherbergt. Zwischen dem Friedhof und der Fellbacher Straße in Untertürkheim liegt in ruhiger Umgebung ein kleines Viertel mit hübschen Ein- und Mehrfamilienhäusern, z.B. entlang des Straßenzuges Im Häldle. Hier hat jedes Haus einen gepflegten kleinen Garten.
Dieser Bezirk im Südwesten der Stadt ist an drei Seiten von Wald umgeben. Der Hauptsiedlungsbereich des Stadtteils Vaihingen wird überwiegend von zwei- bis dreigeschossigen Mehrfamilienhäusern geprägt. Rohr hat einen beschaulich-dörflichen Charakter und bietet meist gute Wohnstandorte in direkter Waldrandlage. Der Norden des Bezirks wird von den ausgedehnten Anlagen der Universitätsinstitute dominiert. In Vaihingen werden große Neubaugebiete, die für den Wohnungsbau vorgesehen sind, in den nächsten Jahren für Bewegung auf dem Wohnungsmarkt sorgen. Am Feldrand sind bereits in den späten 90er Jahren ein- bis zweistöckige Mehrfamilienhäuser mit Balkonen und Terrassen in relativ ruhiger Lage entstanden. Nahe der Paradiesstraße liegen in einem ruhigen und durchgrünten Areal gute Wohnlagen. Hier findet man Doppel- und Mehrfamilienhäuser mit z.T. größeren Gärten. Einige Häuser aus der Nachkriegszeit wurden beispielsweise durch Anbau von Wintergärten aufgewertet, dazwischen liegen Bauten der 60er bis 90er Jahre mit Balkonen. Um den alten Dorfkern an der Kirche auf der Pfarrhausstraße sieht man noch die alte dörfliche Bebauung mit kleinen Häuschen, die sich eng aneinander schmiegen. Südlich des Freibads Rosental befinden sich die besten Wohnstandorte des Bezirks: Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Mehrfamilienhäuser für durchschnittlich drei Parteien. Große Parzellen, die im Hinterhausbereich alte Obstbäume aufweisen, geben den Bewohnern viel Raum. Der dörflich geprägte Stadtteil Rohr zeigt insgesamt schöne ein- bis dreistöckige Häuser in überwiegend guter Wohnlage mit viel Grün in Gärten und angrenzenden Wäldern. Die 1950 von der Stadt erbaute Waldsiedlung Rohr wurde als ein lockerer Zusammenschluss zwei- bis viergeschossiger Häuser in die Freifläche der Stadtrandlage gesetzt. Im Rahmen einer umfassenden Sanierung wurden über Sandsteinsockel nachträglich holzeingefasste Balkone eingebaut.
Dieser Bezirk liegt am westlichen Neckarufer, gegenüber dem Neckarhafen, und zeigt eine insgesamt dörflich-beschauliche Atmosphäre. Die Bebauung wird überwiegend von Mehrfamilienhäusern älteren Datums geprägt sowie von ehemaligen Dorfhäusern, z.T. auch mit Fachwerk. Die Hanglagen bieten ruhige Wohnstandorte abseits der Durchfahrtsstraße. Im Norden befinden sich die Großmarktanlage sowie größere Gewerbe- und Industriegebiete. Im westlichen Teil von Wangen, in Richtung auf den Hang, sieht man schöne, alte und zum Teil bereits renovierte Mehrfamilienhäuser. Türmchen, Fachwerk und variierende Fassadenverzierungen geben den Straßen ein äußerst abwechslungsreiches und ansprechendes Gesicht. Dazwischen schmiegen sich auch vereinzelte Neubauten der letzten 20 Jahre in das Gesamtbild. Die begrünten, ruhigen und in manchen Siedlungsquarrés ? wie z.B. an der Laupheimer Straße ? mit Kinderspielplätzen und Ruhebänken ausgestatteten Hinterhöfe lockern den ansonsten verdichteten Siedlungsraum auf. Oberhalb der Ulmer Straße, z.B. entlang der Nähterstraße am Hang, befinden sich die besten Wohnstandorte in ruhiger Umgebung, weitab der Durchfahrtsstraße; noch weiter am Berg bieten einige Wohnungen eine hübsche Aussicht in Richtung Neckar.
Zu diesem Bezirk gehören die Stadtteile Weilimdorf, Hausen, Giebel, Bergheim und Wolfbusch. Hier am nordwestlichen Stadtrand von Stuttgart hat sich in den letzten Jahren eine rege Neubautätigkeit entwickelt: Vor allem für junge Familien wurde preiswerter Wohnraum, überwiegend in Form von Mehrfamilienhäusern, im Stadtteil Hausen zur Verfügung gestellt. In Hausen wächst derzeit ein neuer Stadtteil heran. Im alten Ortskern von Weilimdorf rund um den Löwenmarkt kann man noch die ehemals dörfliche Bebauung gut erkennen. Im Viertel zwischen der Solitudestraße und der Glemsgaustraße liegen Zwei- bis Dreifamilienhäuser auf mittleren Parzellen mit Gärten und Garagen, z.T. mit Blick ins Tal. Östlich der Solitudestraße, zum Maierwald und Tachensee hin, befinden sich Doppelhäuser mit größeren Gärten, altem Obstbaumbestand. Die hiesige Wohnlage, insbesondere die Häuser mit Talblick, zeigt die höchste Wohnqualität des Bezirks. Im Stadtteil Hausen sind zahlreiche Einfamilien-Reihenhäuser und vierstöckige Mehrfamilienhäuser neu entstanden; in den nächsten Jahren sollen weitere Neubauten hinzukommen. In Wolfbusch, zwischen der Solitudestraße und dem Straßenzug Am Vogelherd, liegen auf kleinen Parzellen Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten. Die Siedlung Wolfbusch entstand als Arbeiterwohnsiedlung zwischen 1932 und 1940 in der typischen Zeilenbauweise jener Zeit und war durch kleinere Parzellen und einen einfachen Grundriss der Häuser gekennzeichnet. Die heute meist sanierten Doppelhäuser liegen in verkehrsberuhigter und durchgrünter Umgebung. Giebel und Bergheim bieten schlichte Ein- und Mehrfamilienhäuser am Stadtrand Stuttgarts.
Mit riesigen Waldflächen in der Umgebung bietet West gute Naherholungsmöglichkeiten. Die größte Siedlungsfläche macht die Talsohle aus, hier dominiert mehrgeschossige Bebauung aus der Nachkriegszeit. Entlang der Höhenlagen im Norden und Westen winden sich die Straßen parallel zu den Hangstrukturen und bieten schöne Ausblicke auf die Stadt. In der Talsohle herrscht eine städtische, stark verdichtete, überwiegend drei- bis sechsstöckige Bebauung, die überwiegend in der Nachkriegszeit entstand. In einigen Straßenzügen, so in der baumgesäumten Johannesstraße oder in der Senefelderstraße, gibt es noch Bauten aus Gründerzeit sowie großzügige Jugendstil-Etagenhäuser mit verzierten Fassaden, Erkern und Türmchen. Eingestreute kleine Läden erhöhen das positive Wohnflair des Quartiers. Nach Norden und Westen hin steigt das Gelände z.T. steil an und führt zu den Hanglagen des Bezirks. Diese bieten neben einer schönen Aussicht auf die Stadt auch stadtklimatische Vorteile. Auf der Gaußstraße reihen sich Mehrfamilienhäuser den Berg entlang; sie stammen überwiegend aus den 60er und 70er Jahren. Der Anteil der Straßenbegrünung nimmt nach oben hin zu. Entlang der Lerchen- und der Traubenstraße errichtete ein gemeinnütziger Wohnungsverein bis 1906 insgesamt 114 Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen für unbemittelte Familien. Heute sind diese ansprechenden Bauten vergangener Zeiten nach deren Sanierung gefragte Wohnstätten in der Weststadt.
Zuffenhausen, Neuwirtshaus, Rot und Zazenhausen bilden diesen Bezirk im Norden von Stuttgart. Hier liegt die erste Großwohnsiedlung von Stuttgart im Stadtteil Rot, ausgedehnte Grünflächen im Südwesten von Zuffenhausen, aber auch große Industrie- und Gewerbeflächen zwischen Zuffenhausen und Neuwirtshaus. Die Siedlung Rot entstand zwischen den Jahren 1949 und 1959 und war die erste Großwohnsiedlung in Stuttgart. 1964 lebten hier bereits rund 18.000 Menschen. Die überwiegende Anzahl der Gebäude ist drei- bis fünfgeschossiger Stockwerkbau, entlang des Grünzuges in der Mitte liegen zweigeschossige Familienhäuser und öffentliche Einrichtungen. Im Süden und Osten findet man auch Reihenhäuser und zweigeschossige Bebauung vor. An der Tapachstraße im Süden ist rund ein Hektar Neubaufläche für weitere Wohnungen ausgewiesen. Südlich der Schwieberdinger Straße im Stadtteil Zuffenhausen liegen um den Stadtpark herum die besten Wohnlagen des Bezirks. Frei stehende Stadtetagenhäuser aus den Zwischenkriegsjahren und zweistöckige Mehrfamilienhäuser aus der gleichen Zeit wechseln sich ab mit meist zweistöckigen Mehrfamilienhäusern aus der Nachkriegszeit. Straßen und Gärten bieten viel Grün. Eine farblich variierende Fassadengestaltung, buntgestrichene hölzerne Lamellen-Fensterläden und eingearbeitete Fassadenakzentuierungen aus Holz oder Stein zeichnen ein abwechslungsreiches architektonisches Bild.
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